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Überdauern durch Energiesparen Tipps und Tricks zum Überleben Eine beeindruckende Größe haben diese "lebenden Fossile" schon aufzuweisen es wurden Exemlare mit einer Länge von 1,80 Meter und einem geschätzten Gewicht von 80 Kilogramm beobachtet. Sie waren wohl die ersten Lebewesen in der Erdgeschichte, die lebend gebären. Jungfische von 40 Zentimetern Länge wurden bei einem gefangenen Muttertier gefunden. Quastenflosser sind Raubfische; die tags in ihren Höhlen bleiben und nachts einzeln auf Jagd gehen. Es wird vermutet, dass sie mithilfe ihres "Rostralorgans" die schwachen elektrischen Felder ihrer Beutetiere orten können. Auf der Jagd driften sie mit der Wasserströmung und unter geringstem Energieeinsatz nahezu geräuschlos durch ihren Lebensraum. Wie konnte ein so friedfertiges und langsames Wesen, dass in Konkurrenz mit wesentlich leistungsfähigeren Räubern steht, viele Jahrmillionen seine Art erhalten? Vielleicht dadurch, dass es dieser Konkurrenz gerade aus dem Wege geht. Sein nahrungsarmer Lebensraum ist für leistungsfähigere Jäger wenig attraktiv, da sie hier ihren Energiebedarf nicht decken können. Aber auch der Quastenflosser ist gezwungen, Energie zu sparen. In seinen Ruhephasen steigt er in kaltes Tiefenwasser ab und kühlt dabei wahrscheinlich seine Körpertemperatur um fünf bis sechs Grad herunter. Dadurch wird der Stoffwechsel verlangsamt und weniger Nahrung benötigt. Erdgeschichtlich kaum entdeckt, sind die Tiere, die Jahrmillionen überdauert haben, vielleicht gerade deswegen in ihrem Bestand bedroht. Japaner fahnden in den Fischen nach einer Langlebigkeits-Substanz, angeblich in der Flüssigkeit der elastischen Wirbelsäule. Eine Ausbeutung dieser ohnehin schon geringen Population wäre verheerend die Anzahl der verbliebenen Fische wird vor den Komoren auf 150 bis 210 Exemplaren geschätzt. Ihr Lebensraum, die steil abfallenden Lavawände vor der Inselküste ist schwer zugänglich und begrenzt. Die Höhlen dieser Wände dienen den nachtaktiven Tieren tagsüber als Versteck. Maximal 500 Tiere würden hier Unterschlupf finden, so schätzt Prof. Fricke, der die Quastenflosser 1987 als erster in ihrem natürlichen Umgebung beobachtet hat. Die Geschichte des Quastenflossers ist allerdings noch nicht zu Ende. War schon der Nachweis dieses lebenden Fossils eine Sensation, so gelang 1998 eine weitere. Eine zweite Quastenflosser-Art wurde entdeckt. 9000 Kilometer von den Komoren entfernt, vor der indonesischen Insel Manadotua fingen Fischer ein 1,24 Meter langes und 29 Kilogramm schweres Exemplar. Morphologie und genetischer Fingerabdruck dieses Tieres unterschieden sich eindeutig von denen der Komoren-Population, wie sich nach ausführlichen Untersuchungen indonesischer und französischer Forscher herausstellte. Es bestand kein Zweifel mehr an dem Nachweis einer neuen Art. Latimeria menadoensis, wie die Neuentdeckung getauft wurde, hat sich nach den Forschungsergebnissen vor rund 1,5 Millionen Jahren von seiner verwandetn Art auf den Komoren getrennt ein Katzensprung in der Evolution des Quastenflossers, der schließlich schon 350 Millionen Jahre auf der Erde weilt.
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